Ein Brief von 1816

Dresden, November 1816 — bevor Felix Mendelssohn berühmt wurde

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Bella Salomon (vermutlich Mutter Leas, Großmutter Felix Mendelssohns) an Lea Mendelssohn Bartholdy (und Felix Mendelssohn Bartholdy im zweiten Teil)  ·  1816-11  ·  Dresden  ·  pi_1017814589
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Dresden November 1816

Wir nehmen [an?] daß Sie heute Abend in Berlin [angekommen?] liebstes Lea, u. da ich mit [Zuversicht?] auf den Schutz der Vorsehung für Sie u. die lieben, lieben Kinder [zähle?], ich rechne den [unglaubigen?] [Haus-Vater?] Abraham nicht mit, so kann ich mich von meinem [unleserlich] Herzen recht herzlich, Sie [endlich?] in dem [Ihrigen?] zu [wissen]. [Indessen?] erwarte ich dennoch mit Ungeduld die Bestätigung meiner Wünsche u. Hoffnungen, besonders auch [Ihren?] Kinder-[stollen?], die von [edlem?] Abraham's An- u. [Eintreffen?] [gewiß?] der [schnellsten?] werden, also mir noch diesmal liebes Lea um Sie [zu beruhigen?] u. schreiben Sie mir kurz alles [Genauere?] u. Be-[ruhigungen?] die [sich?] Ihnen Heil theilen. [Wie?] kann ich es Ihnen genug sagen, wie lieb mir Ihr [freundlicher?] [Aufenthalt?] worden, es ist mir [vermisste?] u. [traurig?] [verbunden?] [Hülfeleistung?] dafür, daß Sie mir Ihren u. der geliebten Kinder Gegenwart nicht länger haben [gönnen?] wollen! [Wie?] [reich?] hat mich Ihrer [unleserlich]

das [unleserlich] [genießt?], so haben Sie auch zu [unleserlich] [scheinen?], u. so [sehr?] [wir?] den [unleserlich] [für?] Ihren Schutz zu [danken?] hatten, konnte ich doch nicht umhin den lebhaftesten [Schmerz?] über [die?] mögliche [Folgen?] zu [fühlen?], u. nun gar heute den [Abend?] in dem so [hübschen?] liebevoll [muthigen?] Brief von Felix. Wenn es nicht [gewesen?] hätte, hätten wir [unseres?] [Freud?] nicht [mehr?]. — Heir [Gottes?] [Schmerzen?] [überließ?] mich — u. weil ich es Sonntag u. [vorlas?] [sagte?] der liebe Kind — nous allons bien remercier Dieu de ce que cela n'est pas arrivé. — [Lassen?] [Jhre?] [unleserlich] wie oft wir der Kinder [gedenken?], die Bildchen [sind?] uns [gegenseitig?] [geworden?], u. [hängen?] in unserem Zimmer den Lorenz u. ich jetzt den [ganzen?] Abend [zubringen?]. Sei [hier?] [unermüdlich?] [über?] die [bloße?] [Erinnerung?] [statt?] der [unleserlich] [selten?] [lieblichen?] [Gegenwart?] [Ihres?] Kindes, [will?] uns doch nicht zu [Sinn?]! [Will?] ich aber [auch?] [festeren?] Bild von [meinem?] [Freund?] als [uns?] [meinem?]

[Sinn?] [steht?], so lass ich mir von Lorenz [seine?] [Braunminen?] vorstellen, u. mir [hört?] [sie?] [iezt?] den von [seines?] Sinnens [unter?] der Felix [unleserlich], [richtig?] [auszu-]hebt, u. [macht?] mir mit [diesem?] [Musik?] das [größte?] Vergnügen. Sei [hatte?] doch [täglich?] [freundlich?] die [aufmerksamsten?] [Augen?] über ihre Liebe zu den [Kindern?] u. [vorzüglich?] zu Felix, [die?] [meint?]. [Es?] [würde?] ihre [Bonne?] [wenn?] sie [meine?] [hätte?], [nicht?] [so?] [lieben?]. — [unleserlich] [Wenn?] sie [durch?] [Lesen?] u. [Sprechen?] [statt?] [ich?] des [Gedankens?] daß sie es [Ihrem?] Kindern [gewidmet?], [umso?] [näher?] [bringt?], [wenn?] sie [Ihre?] [Sprache?] [wird?], mit [hinreißendem?] [Schmerz?]. [Zuweilen?] [kommen?] [denn?] [aber?] die [unermüdlichen?] [Stunden?], so [sucht?] [die?] [unleserlich] [lege?], — ich [denke?] mein leg . [unleserlich] [Freud?] [um?] [er?] [lacht?] [sich?]. —

gestern habe ich Mme Bigot [zum?] [erstenmal?] besucht, beide [Pariserinnen?] [Damen?] werde ich [vorziehen?]. ich [durfte?] [Ihnen?] Baillots [Brief?] [vorlesen?], u. [da?] [ich?] [Ihren?] [Brief?] mitgenommen [hatte?], konnte ich es beiden [zugleich?] mittheilen, wie Sie sich über sie [unleserlich]. Sie [kennen?] Baillots [zufriedene?]

[Sie?] [meinen?], [dieser?] [Ausdruck?] war [allerliebst?] zu lesen es war von [Lorenz?] u. Felix [sprach?], u. wir [sprachen?] von [nichts?] [anderem?]. Madame Bigot will mich am [Dienstag?] besuchen. [Sie?] hat mir [erzählt?] [daß?] Baillot in [einem?] [bereich?] [drückende?] [Sorgen?] [ist?] u. bei [seiner?] [Bescheidenheit?] [können?] [meine?] [Anliegen?] [reicht?] [Sie?] zu [unterhalten?]. [Den?] [diesen?] [Winter?] will er Quartette [geben?], u. Billetts, [dazu?] [auch?] [unleserlich] [Subskribieren?] [vertheilen?]. Ich werde [meinige?] [nehmen?] weil ich [unter?] [meinem?] Felix [ein?] [Vergnügen?] zu [machen?], wenn ich [etwas?] für [seinen?] [geliebten?] u. [ihm?] so lieben [Lehrer?] [thun?]. — Ihre [Berichte?] liebes Lea [enthalten?] [so?] [viel?] [Gutes?], [Verständliches?] u. [Schönes?] daß ich Ihnen nicht [genug?] dafür [danken?] kann, das [hervorlichste?] ist mir, [auch?] [Sie?] [von?] der [Sehnsucht?] [hören?], [so?] ich [auch?] [dieses?] [Wunsch?] [erhält?], u. [dieses?] [Gefühl?] [erweckt?], u. [stets?] [guten?] [Schwester?] [recht?] [neuer?] [unleserlich] [zu?] [machen?], daß Sie sich [mit?] Ihren Kindern [konnten?] [unleserlich] [wünscht?] ich [auch?], [hätte?] ich Sie doch noch nicht [mitkommen?] [gehabt?]!

[unleserlich] ist [Ihres?] [Pernite?] mit [seinem?] [Besuch?] bei mir [niedergekommen?]! [Er?] hat mir [seine?] [Hülfsstützen?] u. [nichts?] noch den [schönen?] [Gemälden?] von Fiesole, daß Sie auf der Galerie [bemerkt?] haben [erwecken?], [zu?] zeigt. wirklich sehr schöne, [fleißig?] u. [gefuhlte?] Ar-beiten. Sie werden sie vielleicht in Berlin sehen er [schickt?] sie dem Könige zu. — Er erzählte mir daß der Maler [Schorn?], ein [junger?] Mann der vom Könige [hierher?] [geschickt?] worden, [meine?] [Freunde?] [auf?] [Stein?] [vorstellen?], die [ihm?] [spricht?], daß. [Wenn?] [Schorn?], u. auch ein [anderer?] [deutscher?] [junger?] [Maler?], in diesem Augenblick [für?] Bartholdy Zimmer al fresco [malen?] [müssen?]. [Wenn?] [Friedrich?] [Sie?] das [nicht?] auch in [seinem?] Styl! [Er?] [sollen?] mir [Stoff?] [werden?]. Bartholdy [der?] [haben?] u. Leo das [Gehen?], der [hat?] [ein?] B- [allem?] [Geschick?] u. [Schönes?] [Liebens?], [und?] [eben?] werden [viel?] zu [verlangen?]! — [Sismi?] v Stael ist [her?] u. ihre herzlichen [Wünsche?] ich [guten?] [Aufnahme?] u. [über?] die [geistige?] [Mutter?] [an?] [mich?] [habe?] [diese?] [ist?], die [Herzensunbeschränktheit?] [mit?] [solls?] [ihr?]

[also?] [werden?] [Herzlichkeit?] [und?] [Genuss?] [theilen?] von der [Gefälltnis?]! [Daß?] Baron v. Humboldt nicht [her?] kommt, ist mir wirklich leid! ich hätte sie [freilich?] nicht [hören?] können, [indessen?] ich doch [zu?] [Brandstein?] [meines?] [seltsamen?] [deutschen?] [Sprache?] in [Frankreich?] [ein?] [Quasche?], u. [worüber?] [Sie?] mich vom [Allergrößten?] [Macht?]. —

Nochmals liebes Lea bitte ich Sie um die schnellsten Nachrichten von Ihrer allen [glücklichen?] Ankunft, von Abraham u. der lieben Kinder [Wohlbefinden?]. Ich [küsse?] Sie alle u. jeden besonders. Ich [grüße?] dich meine liebe Lorenz. Machen Sie ich bitte [unleserlich] [Ihnen?] [Vorwürfe?] daß Sie mir nicht [ordentlich?] [auch?] [unseres?] Briefes [nicht?]. Sie können ihr den besten [sorgen?] wenn nicht Ihre Briefe [kommen?].

[Tausend?] Grüße an die Meyer, Betty, Beny u. Alexander. [Empfehlen?] Sie mich Ihrer lieben Mutter u. der besten [Tante?] Levy. Ich grüße dich liebes Abraham, [sorge?] mir

[wie?] [es?] [das?] [Geld?]. —

Mein liebes Felix

Wenn mein Brief an deine liebe Mutter nicht schon zu lang geworden wären, würde ich dir auch ein [extra?] Blatt schreiben. Heute will ich dir [eben?] [Mich?] [dienen?] für deinen [sehr?] [hübsch?] geschriebenen u. gut gedachten Brief danken. Ihre Abendstunde hätte zu [fürchterlichen?] Folgen haben können, als daß mich halb deine sehr [lustige?] Beschreibung zum Lachen hätte bringen können. Daß der [gnädige?] Gott unseres [eben?] zu [siebzehn?] besucht, [dachten?] können wir ihm nicht genug danken. Daß dein neues Werk mir recht gefallen ist, war auch so übel nicht, der hat er sich wieder [ordentlich?], doch werden es vielleicht [über?] [Sprudel?] mit den [Schillerschen?] bekommen haben. — Nun ich hätte Ihr hier um allen [Genuss?] zu [Sprudel?] [verlangt?], u. da hat Sie allen deinen Sonntag [wieder?] [Gehen?]. Wie

[denken?] deines hier steht es u. [und?] Lieben, [Ihm?] [unleserlich] statt mir. Sonntag hat müssen eben [unleserlich] allen gespielt. Lebt [recht?] [Gott?] die Sonntag Brüder u. Felix. Meinen Lorenz spricht Ihn so vortrefflich aus, daß ich es Sie selbst [danach?] glauben wenn hören ihn. — Denk mir daß hatten ihm bleibendes Schmerz zufallen ist! —

Gott wenn in Berlin Ihre Kinder liebes Lea, mich [unleserlich] gezogen, streiten, u. ich möchte sorgen auch liebenswürdigen gefunden! Sage Sie doch an Abraham, daß [Jakob?] Mendelssohn kann, u. zwar mit Leo der [unleserlich] Sonntag ist wieder meinen [Mendelssohn?] zu unterweisen. Werden Sie's eben nicht halb von [Jakob?]! — ich glaube er thut es der Catalani zu Liebe, daß [sollt?] mich eben nun, u. ich mich es ihm auf den [Hochzeitstag?].

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