Im Keller steht ein Karton mit der Aufschrift „Alte Akten“. Darin liegen ein Lohnbuch, ein Stapel Geschäftsbriefe in Kurrent und ein Foto vom Richtfest der ersten Halle, die Rückseite beschriftet, die Tinte verblasst. Material ist genug da. Offen ist, womit die Chronik anfängt und wo sie aufhört.
Eine Firmenchronik ist die geordnete Darstellung der Geschichte eines Unternehmens: Gründung, Wendepunkte, Menschen, Produkte und Standorte, jeweils mit Quellen belegt. Ihr Aufbau folgt der Zeit und wird ergänzt durch eine Zeittafel, ein Personenregister und ein Quellenverzeichnis.
Die Chronologie ist das Gerüst, weil Leser eine Firmengeschichte als Abfolge erwarten: Gründung, Aufbau, Krisen, Wandel, Gegenwart. Innerhalb der Epochen ordnen Themen den Stoff, etwa Produkte, Standorte und Belegschaft. Ohne sie liest sich das Kapitel über die Fünfzigerjahre wie ein Kalender.
Drei Hilfsmittel machen aus dem Text ein Nachschlagewerk. Die Zeittafel zeigt die Daten auf einen Blick, das Personenregister führt jeden genannten Namen auf, und das Quellenverzeichnis führt jede Aussage auf ein Dokument zurück. Gedruckt stehen sie am Ende des Buches, im Web sind sie die Navigation.
Als Muster dient diese Folge, die sich kürzen oder erweitern lässt:
Wer die Kapitel nacheinander anlegt, sieht schnell, wo die Quellen dünn sind. Das ist beabsichtigt.
Die Lücken entscheiden, welche Dokumente zuerst gelesen werden müssen.
Jedes Datum, das beim Lesen auffällt, gehört sofort mit Fundstelle in die Zeittafel, jeder Name mit allen Schreibweisen ins Personenregister. In alten Dokumenten erscheint derselbe Mensch als Müller, Mueller und Miller, und ohne Register hält die Chronik ihn für drei Personen. Wer erst nach dem Schreiben sammelt, sucht jedes Datum ein zweites Mal.
Der Gesellschaftsvertrag und der Handelsregisterauszug tragen das Gründungskapitel. Geschäftsbriefe, Lohn- und Kassenbücher belegen Aufbau, Wendepunkte und Belegschaft. Beschriftete Fotos und Zeitungsausschnitte füllen die Kapitel über Standorte und Bauten. Welche Papiere ein Betrieb hat und was in ihnen steckt, beschreibt der Beitrag Was alte Firmenpapiere über ihre Zeit verraten.
Ältere Bestände sind oft in Kurrent geschrieben. Wer sie nicht selbst lesen will, kann die Seiten scannen und transkribieren lassen. Wie ein Scan für die Transkription gelingt, steht im Ratgeber Historische Dokumente scannen. Transkriber zeigt dabei das Original links und die Transkription rechts, unsichere Lesungen sind gelb markiert, unleserliche Stellen rot. Ein Probelauf geht auf der Demo-Seite.
Digital wird jedes Kapitel zu einer eigenen Seite. Die Zeittafel dient als Einstieg, das Personenregister als Suchhilfe, und die Volltextsuche findet den Namen, den im Buch niemand im Register gesucht hätte. Wie ein solches Webarchiv aussieht und wer es lesen darf, steht im Beitrag Firmenchronik im Web: Archiv statt Festschrift.
Den Weg vom Archiv zur fertigen Chronik in fünf Arbeitsschritten beschreibt Digitale Firmenchronik erstellen, und was eine beauftragte Chronik kostet und wie lange sie dauert, erklärt Firmenchronik erstellen lassen: Ablauf und Kosten.
Der Karton im Keller ist das erste Kapitel. Er muss nur geöffnet werden.
Zur Firmenchronik gibt es weitere Beiträge: Digitale Firmenchronik erstellen: der Weg vom Archiv zur Chronik in fünf Schritten, Firmenchronik erstellen lassen: Ablauf und Kosten, Firmenchronik im Web: Archiv statt Festschrift und Was alte Firmenpapiere über ihre Zeit verraten.
Eine Firmenchronik ist die geordnete Darstellung der Geschichte eines Unternehmens: Gründung, Wendepunkte, Menschen, Produkte und Standorte, jeweils mit Quellen belegt. Sie erscheint als Buch, als Festschrift zum Jubiläum oder als digitales Archiv im Web.
Das Gerüst ist die Chronologie von der Gründung bis zur Gegenwart. Innerhalb der Epochen ordnen Themen wie Produkte, Standorte und Belegschaft den Stoff. Zeittafel, Personenregister und Quellenverzeichnis ergänzen den Text als Nachschlagehilfen.
Ja, eine Folge aus acht Kapiteln passt auf die meisten Unternehmen: Gründung, Aufbau, Wendepunkte, Produkte und Verfahren, Menschen, Standorte und Bauten, Gegenwart und Ausblick, Anhang mit Zeittafel, Personenregister und Quellenverzeichnis. Sie lässt sich kürzen oder erweitern.
Gesellschaftsvertrag und Handelsregisterauszug tragen das Gründungskapitel. Geschäftsbriefe, Lohn- und Kassenbücher belegen Aufbau, Wendepunkte und Belegschaft. Beschriftete Fotos und Zeitungsausschnitte füllen die Kapitel über Standorte und Bauten.
Die Seiten scannen und transkribieren lassen. Bei Transkriber erscheint das Original links und die Transkription rechts, unsichere Lesungen sind gelb, unleserliche Stellen rot markiert.
Eine kostenlose Word-Vorlage für die Familienchronik: gegliedert nach Generationen, mit Steckbriefen, Dokument…
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